Herbstbilanz des „Beobachters“

 

Überaus positiv fällt diesmal die Bilanz nach Abschluss des Herbstdurchganges aus. Das Ziel, zumindest unter den ersten Drei zu landen, wurde erreicht, mit dem Herbstmeistertitel und auch des Winterkönigs, sogar noch getoppt.
Mit der Verpflichtung von Trainer A. Freissegger sen. sowie den weiteren Neuerwerbungen A. Allmayer, R. Rud und A. Arrich wurde einmal die Grundlage für diesen Erfolg geschafft. Es entstand ein ausgeglichener Kader, ein Kader, mit dem man Ausfälle bis zu sechs Stammspielern verkraften konnte. Ein Kader, der auch den Kampf um’s Leiberl forcierte, der auch manchmal nicht ganz so reibungslos von statten ging. Vor allem die jungen heimischen Talente fühlten sich vom Trainer oftmals übergangen, schlussendlich führte aber Einsicht auf beiden Seiten doch zu einer Beruhigung der Lage und damit zum Erfolg. Trotzdem muss man die Selbstaufstellung des Trainers bei einigen Spielen etwas kritisch betrachten, denn bis auf zwei Spiele (5 bzw. 6 Ausfälle) war sicher keine Notwendigkeit vorhanden. Dass er trotz seines fortgeschrittenen Alters noch sehr guten Fußball spielen kann, hat er ja bewiesen, dennoch wäre es wünschenswert, diesen Platz einem Jungen zu überlassen und sich der eigentlichen Hauptaufgabe, nämlich der des Trainers zu widmen. Dass er auch dieses Geschäft versteht, beweist ja auch der Tabellenplatz. Also lieber Arnold, ein gutes Orchester leitet man, nicht, indem man drinnen selbst mitspielt, sondern es von draußen dirigiert.
Wenn man den Verlauf dieser Herbstsaison etwas näher betrachtet, so sind zwar jene Mannschaften vorne, die vor Beginn favorisiert wurden, jedoch bei weitem nicht so dominant, als vielleicht zuvor angenommen. Es ist eine Liga, in der jeder jeden schlagen kann, der Aufstiegskampf gleich spannend wird wie der Kampf gegen den Abstieg. Für Spannung im Frühjahr ist auf alle Fälle gesorgt, dem Publikum kann es nur recht sein.
Mit den Schiedsrichterleistungen wird so manche Mannschaft nicht unbedingt zufrieden gewesen sein. Auf sehr gute Leistungen folgten manchmal katastrophale, die bei der Konstellation, wie sie momentan in dieser Liga herrscht, entscheidende Auswirkungen auf Auf- oder Abstieg haben. Deshalb wäre es wünschenswert etwas über den Dingen zu stehen und nicht jede noch so leise und vielfach berechtigte Kritik gleich mit Gelb bzw. Gelb-Rot zu ahnden. Ein großes Problem scheinen auch die Schiedsrichterüberwachungen zu sein, die Leistungen der Schiedsrichter bei diesen Spielen sind mit Abstand die schlechtesten, der Respekt vor dem Überwacher oder schlechter Spielzensur führt dazu, dass sie oft überkorrekt sind, die Auswirkungen auf den Spielfluss sowie unnötiger Karten sind ja allgemein bekannt.
Abschließend noch einmal herzliche Gratulation an unsere Burschen für ihre, trotz vieler Ausfälle  erbrachten Leistungen, sowie an Trainer A. Freissegger sen., Tormanntrainer R. Scheer, Obmann H. Egger mit seinen Mitarbeitern. Besonderer Dank aber auch dem Kantinenpersonal, das uns immer bestens bedient und für einen beträchtlichen Teil des Budgets verantwortlich zeichnet. In der Hoffnung, dass im Frühjahr die „Erste“ ähnliche Leistungen erbringt und die Reserve dem Verein einiges an Strafzahlungen wegen Nichtantretens erspart, verabschiedet sich auch der „Beobachter“ in die Winterpause.

                                                                                                              „Der Beobachter“